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[tab title="Kurzdaten"]
Hauptstadt: Freetown
Staatsform: Präsidiale Republik
Währung: 1 Leone (SLL) = 100 Cents
Fläche: 71.740 km²
Bevölkerung: 6,005 Mio. (07/2006)
Sprachen: Englisch (offiziell), Mende, Temne, Krio (lingua franca)
Religionen: Muslime 60 %, Naturreligionen 30 %, Christen 10 %
Telefonvorwahl: +232
Internet TLD: .sl
Zeitzone: UTC
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[tab title="Politik"]
Am 18. Januar 2002 verkündete der damalige Präsident Kabbah das offizielle Ende des elfjährigen Bürgerkrieges. Der Konflikt war 1991 von sierraleonischen Rebellen ausgelöst worden, die von Aufständischen im Nachbarland Liberia unterstützt wurden. Erst eine Operation britischer Spezialtruppen konnte 2000 den blutigen Kampf beenden, in dem die Kontrolle über die Diamantengebiete im Osten des Landes eine zentrale Rolle gespielt hatte. Zur Friedenskonsolidierung waren zwischenzeitlich bis zu 17.500 UN-Soldaten in Sierra Leone stationiert. Ihr Mandat endete am 31.12.2005. Seit dem 01.10.2008 koordiniert das „Intergrated Peacebuilding Office“ der UNO („UNIPSIL“) die internationalen Anstrengungen zum Wiederaufbau des Landes. Gleichsam zum Zeichen der Dankbarkeit für die Rolle der UNO im eigenen Land beteiligt sich Sierra Leone mit Polizeikontingenten an den regionalen Friedensmissionen in Darfur und Somalia.
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[tab title="Wirtschaft"]
Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik von Präsident Koroma ist die Förderung großer ausländischer Investitionen mit dem Ziel, rasch neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Staatseinnahmen deutlich zu steigern. Vor allem der Bergbausektor scheint hier vielversprechend: zwei große Eisenerzprojekte sollen bis 2020 zusätzlich Staatseinnahmen in Milliardenhöhe einbringen. Daneben haben auch die traditionellen Bergbaubereiche Diamanten, Bauxit, Rutil und Gold ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Ein agrarindustrielles Großprojekt hat die Produktion von Biodiesel aus Zuckerrohr zum Ziel. Mittelfristig wird Sierra Leone von diesen neuen Projekten jedoch nur bei guter Regierungsführung profitieren können. Große Defizite in der öffentlichen Elektrizitäts- und Wasserversorgung sowie die desolaten Verkehrswege behindern allgemein die Entfaltung wirtschaftlicher Aktivitäten. Mit der Inbetriebnahme des seit Jahrzehnten im Bau befindlichen Bumbuna-Wasserkraftwerkes konnte die Regierung Koroma im November 2009 jedoch einen wichtigen Schritt in der Verbesserung der nationalen Infrastruktur vollenden.
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